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Inhaltsangabe: Einleitung: Der Hexenwahn im Deutschland der Fruhen Neuzeit ist eine historisch einmalige Erscheinung. Obwohl es auch heute noch weltweit Hexenverfolgungen gibt und immer wieder Menschen als Hexen bezeichnet werden, ist im christlichen Hexenglauben die Verknupfung von Magie und Ketzerei zu einem crimen exeptum, zu einem Kapitalverbrechen, eine Besonderheit. Im ausgehenden Mittelalter und in der Fruhen Neuzeit setzten kirchliche, gesetzliche, gesellschaftliche und wissenschaftliche Entwicklungen ein, die zu einer grossen Anzahl Gerichtsprozessen wahrend des Hexenwahns fuhrten. Spatere Entwicklungen in diesen Bereichen fuhrten zur Beendigung der Verfolgungen. Nach der Zivilisationstheorie von Norbert Elias handelt es sich im Falle des Hexenwahns um einen gesellschaftlichen Prozess zur Bewaltigung von AEngsten vor dem UEbernaturlichen. Im Rahmen seiner Theorie von der Formung der individuellen Affekte durch gesellschaftliche Entwicklungen lasst sich am Beispiel des Umgangs mit der Hexe darstellen, wie gesellschaftliche Institutionalisierung und uber sie die wachsende Steuerung der AEngste funktioniert. Der Hexe wurden all die Eigenschaften zugeschrieben, die ein im Eliasschen Sinne zivilisierter Mensch weder an sich selbst wahrnehmen noch in seiner Umgebung haben wollte. Sie, die Auszugrenzende, war somit ein Werkzeug der Gesellschaft, mit dessen Hilfe exemplarisch gelernt wurde, mit Gefuhlen wie Schuld, Angst, Aggression umzugehen. Die Metamorphose der Hexe von der Zauberin uber verschiedene Zwischenstufen bis hin zur Marchengestalt zeigt die Wandlung auf, die das Boese in den Augen und im Glauben der Menschen bis heute durchgemacht hat. Wie dieser geschichtliche Wandel im gesellschaftlichen Affekthaushalt im Falle der Hexenverfolgungen vonstatten ging, erlautert die vorliegende Arbeit in sechs Kapiteln: Die Einleitung gibt eine Einfuhrung in das Thema und diskutiert den Wahrheitsgehalt einiger popularer Mythen: z. B. die Theorie, dass Millionen Hexen verbra
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Inhaltsangabe: Einleitung: Der Hexenwahn im Deutschland der Fruhen Neuzeit ist eine historisch einmalige Erscheinung. Obwohl es auch heute noch weltweit Hexenverfolgungen gibt und immer wieder Menschen als Hexen bezeichnet werden, ist im christlichen Hexenglauben die Verknupfung von Magie und Ketzerei zu einem crimen exeptum, zu einem Kapitalverbrechen, eine Besonderheit. Im ausgehenden Mittelalter und in der Fruhen Neuzeit setzten kirchliche, gesetzliche, gesellschaftliche und wissenschaftliche Entwicklungen ein, die zu einer grossen Anzahl Gerichtsprozessen wahrend des Hexenwahns fuhrten. Spatere Entwicklungen in diesen Bereichen fuhrten zur Beendigung der Verfolgungen. Nach der Zivilisationstheorie von Norbert Elias handelt es sich im Falle des Hexenwahns um einen gesellschaftlichen Prozess zur Bewaltigung von AEngsten vor dem UEbernaturlichen. Im Rahmen seiner Theorie von der Formung der individuellen Affekte durch gesellschaftliche Entwicklungen lasst sich am Beispiel des Umgangs mit der Hexe darstellen, wie gesellschaftliche Institutionalisierung und uber sie die wachsende Steuerung der AEngste funktioniert. Der Hexe wurden all die Eigenschaften zugeschrieben, die ein im Eliasschen Sinne zivilisierter Mensch weder an sich selbst wahrnehmen noch in seiner Umgebung haben wollte. Sie, die Auszugrenzende, war somit ein Werkzeug der Gesellschaft, mit dessen Hilfe exemplarisch gelernt wurde, mit Gefuhlen wie Schuld, Angst, Aggression umzugehen. Die Metamorphose der Hexe von der Zauberin uber verschiedene Zwischenstufen bis hin zur Marchengestalt zeigt die Wandlung auf, die das Boese in den Augen und im Glauben der Menschen bis heute durchgemacht hat. Wie dieser geschichtliche Wandel im gesellschaftlichen Affekthaushalt im Falle der Hexenverfolgungen vonstatten ging, erlautert die vorliegende Arbeit in sechs Kapiteln: Die Einleitung gibt eine Einfuhrung in das Thema und diskutiert den Wahrheitsgehalt einiger popularer Mythen: z. B. die Theorie, dass Millionen Hexen verbra