Boccaccios Dekameron und die kirchliche Bucherzensur des 16. Jahrhunderts, Marcus Adrian Woelfle (9783838625874) — Readings Books
Boccaccios Dekameron und die kirchliche Bucherzensur des 16. Jahrhunderts
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Boccaccios Dekameron und die kirchliche Bucherzensur des 16. Jahrhunderts

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Inhaltsangabe: Einleitung: Bereits zu Lebzeiten des Autors ruft das Dekameron die Opposition des Klerus hervor. 1362 erscheint bei Boccaccio der Moench Ciani und kundigt ihm auf Grund der Prophezeiung eines verstorbenen Mitbruders nahen Tod und Verdammnis an, falls er sein bisheriges Leben nicht andere. Ohne das Einschreiten Petrarcas hatte Boccaccio sein Werk zerstoert. Ein erster Hoehepunkt der Verfolgung des Dekameron ist die von Savonarola veranstaltete oeffentliche Verbrennung des Buches im Jahr 1477, sechs Jahre nach seinem Erstdruck. Ein erstes offizielles Verbot des Dekameron erlasst die Kirche erst 1559. Die drei nach dem Konzil von Trient erschienen zensierten Fassungen stellen eine deutliche Zasur in der Editionsgeschichte des Dekameron dar. Niemals zuvor war es von seinen Herausgebern inhaltlich so stark verandert, ja entstellt und verstummelt worden. Gleichzeitig waren aber die Ausgaben von 1573 und 1582 an den Stellen, an denen der Text von keinen Eingriffen betroffen war, die zuverlassigsten bis dahin erschienenen Drucke. Ihre Herausgeber Borghini und Salviati dokumentierten ihre textkritische Arbeit in Kommentarbanden, die zu den Hoehepunkten der Boccaccio-Rezeption des Cinquecento gerechnet werden. Diese scheinbar widerspruchliche Behandlungsweise des Textes resultiert nur teilweise aus den unterschiedlichen Interessen, die die kirchlichen Autoritaten einerseits und die deren Bestimmungen Umsetzenden hatten: Zwar fuhrten die deputati und ihr erster Vorsitzender Borghini die erste rassettatura nur widerstrebend aus, doch lasst sich nicht leugnen, dass ihre Nachfolger Salviati und Groto sich selbst darum bemuht hatten, mit der Revision des Werkes beauftragt zu werden, und dies, obwohl sie erklarte Bewunderer Boccaccios waren. Im spaten Cinquecento war Boccaccios Sprache - nicht zuletzt dank der Autoritat der Prose della volgar lingua Bembos - allgemein als vorbildlich fur die italienische Prosa anerkannt. Die purita der florentinischen Sprache musste zur Ze

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Format
Paperback
Publisher
Diplom.de
Date
17 August 2000
Pages
96
ISBN
9783838625874

This title is printed to order. This book may have been self-published. If so, we cannot guarantee the quality of the content. In the main most books will have gone through the editing process however some may not. We therefore suggest that you be aware of this before ordering this book. If in doubt check either the author or publisher’s details as we are unable to accept any returns unless they are faulty. Please contact us if you have any questions.

Inhaltsangabe: Einleitung: Bereits zu Lebzeiten des Autors ruft das Dekameron die Opposition des Klerus hervor. 1362 erscheint bei Boccaccio der Moench Ciani und kundigt ihm auf Grund der Prophezeiung eines verstorbenen Mitbruders nahen Tod und Verdammnis an, falls er sein bisheriges Leben nicht andere. Ohne das Einschreiten Petrarcas hatte Boccaccio sein Werk zerstoert. Ein erster Hoehepunkt der Verfolgung des Dekameron ist die von Savonarola veranstaltete oeffentliche Verbrennung des Buches im Jahr 1477, sechs Jahre nach seinem Erstdruck. Ein erstes offizielles Verbot des Dekameron erlasst die Kirche erst 1559. Die drei nach dem Konzil von Trient erschienen zensierten Fassungen stellen eine deutliche Zasur in der Editionsgeschichte des Dekameron dar. Niemals zuvor war es von seinen Herausgebern inhaltlich so stark verandert, ja entstellt und verstummelt worden. Gleichzeitig waren aber die Ausgaben von 1573 und 1582 an den Stellen, an denen der Text von keinen Eingriffen betroffen war, die zuverlassigsten bis dahin erschienenen Drucke. Ihre Herausgeber Borghini und Salviati dokumentierten ihre textkritische Arbeit in Kommentarbanden, die zu den Hoehepunkten der Boccaccio-Rezeption des Cinquecento gerechnet werden. Diese scheinbar widerspruchliche Behandlungsweise des Textes resultiert nur teilweise aus den unterschiedlichen Interessen, die die kirchlichen Autoritaten einerseits und die deren Bestimmungen Umsetzenden hatten: Zwar fuhrten die deputati und ihr erster Vorsitzender Borghini die erste rassettatura nur widerstrebend aus, doch lasst sich nicht leugnen, dass ihre Nachfolger Salviati und Groto sich selbst darum bemuht hatten, mit der Revision des Werkes beauftragt zu werden, und dies, obwohl sie erklarte Bewunderer Boccaccios waren. Im spaten Cinquecento war Boccaccios Sprache - nicht zuletzt dank der Autoritat der Prose della volgar lingua Bembos - allgemein als vorbildlich fur die italienische Prosa anerkannt. Die purita der florentinischen Sprache musste zur Ze

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Diplom.de
Date
17 August 2000
Pages
96
ISBN
9783838625874