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Studienarbeit aus dem Jahr 2016 im Fachbereich Geschichte Europa - and. Lander - Mittelalter, Fruhe Neuzeit, Note: 2,0, Universitat Bielefeld (Fakultat fur Geschichte, Philosophie und Theologie/ Abteilung Geschichte), Sprache: Deutsch, Abstract: Betrachtet man einen Auszug aus der Eheordnung der Furstentums Neuburg aus dem Jahr 1577, so mag man sich doch etwas wundern. Die weltliche Obrigkeit sieht sich aufgrund ihrer Stellung und ihrer christlichen Aufgabe dazu veranlasst, eine Eheordnung aufzusetzen, um die Beziehung zwischen den Geschlechtern zu regeln. Was in diesem kurzen Ausschnitt aus der Quelle jedoch in den Vordergrund zu treten scheint, ist die Unterbindung der Unzucht. Die Frage danach zu stellen, wie und vor allem wo die Unzucht zu unterbinden und die Reinheit zu finden sei, damit stand die Obrigkeit in Neuburg keineswegs allein. Die Eheordnung reihte sich in eine lange Reihe von Ordnungen und Erlassen in verschieden Territorien ein, die das Geschlechterverhaltnis auf der normativen Ebene neu beschreiben und ordnen sollten. Die Historikerin Susanna Burghartz hat in ihrem Aufsatz Umordnung statt Unordnung? darauf hingewiesen, dass [die] Regelung der Geschlechterverhaltnisse von der Gesellschaft als grundlegende Ordnungsaufgabe verstanden [wurde] . Bei der Beschaftigung mit diesem Thema stoesst man auch auf andere Abhandlungen und Schriften, die sich mit eben diesem Ordnungssystem beziehungsweise mit der Konstruktion einer Ordnung beschaftigen, in der das Geschlechterverhaltnis geregelt wird. Zu diesen Schriften gehoeren auch die sogenannten Hauslehren oder die Hausvaterliteratur. Im Ruckgriff auf die antike Traditionen der OEkonomie und Landwirtschaftsliteratur sollten die Ausfuhrungen Auskunft daruber geben, Warauff die haushaltung zu richten sey. . Dies leisten sie auch, doch sie beschranken sich nicht auf die Problemstellungen des christlichen Haushaltes, sondern sind gleichzeitig Spiegel der konfessionellen Vorstellungen in Hinsicht auf die Weltauf
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Studienarbeit aus dem Jahr 2016 im Fachbereich Geschichte Europa - and. Lander - Mittelalter, Fruhe Neuzeit, Note: 2,0, Universitat Bielefeld (Fakultat fur Geschichte, Philosophie und Theologie/ Abteilung Geschichte), Sprache: Deutsch, Abstract: Betrachtet man einen Auszug aus der Eheordnung der Furstentums Neuburg aus dem Jahr 1577, so mag man sich doch etwas wundern. Die weltliche Obrigkeit sieht sich aufgrund ihrer Stellung und ihrer christlichen Aufgabe dazu veranlasst, eine Eheordnung aufzusetzen, um die Beziehung zwischen den Geschlechtern zu regeln. Was in diesem kurzen Ausschnitt aus der Quelle jedoch in den Vordergrund zu treten scheint, ist die Unterbindung der Unzucht. Die Frage danach zu stellen, wie und vor allem wo die Unzucht zu unterbinden und die Reinheit zu finden sei, damit stand die Obrigkeit in Neuburg keineswegs allein. Die Eheordnung reihte sich in eine lange Reihe von Ordnungen und Erlassen in verschieden Territorien ein, die das Geschlechterverhaltnis auf der normativen Ebene neu beschreiben und ordnen sollten. Die Historikerin Susanna Burghartz hat in ihrem Aufsatz Umordnung statt Unordnung? darauf hingewiesen, dass [die] Regelung der Geschlechterverhaltnisse von der Gesellschaft als grundlegende Ordnungsaufgabe verstanden [wurde] . Bei der Beschaftigung mit diesem Thema stoesst man auch auf andere Abhandlungen und Schriften, die sich mit eben diesem Ordnungssystem beziehungsweise mit der Konstruktion einer Ordnung beschaftigen, in der das Geschlechterverhaltnis geregelt wird. Zu diesen Schriften gehoeren auch die sogenannten Hauslehren oder die Hausvaterliteratur. Im Ruckgriff auf die antike Traditionen der OEkonomie und Landwirtschaftsliteratur sollten die Ausfuhrungen Auskunft daruber geben, Warauff die haushaltung zu richten sey. . Dies leisten sie auch, doch sie beschranken sich nicht auf die Problemstellungen des christlichen Haushaltes, sondern sind gleichzeitig Spiegel der konfessionellen Vorstellungen in Hinsicht auf die Weltauf