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Masterarbeit aus dem Jahr 2015 im Fachbereich Germanistik - AEltere Deutsche Literatur, Mediavistik, Note: 1,3, Technische Universitat Dresden, Sprache: Deutsch, Abstract: Tatsachlich begegnet dem Rezipienten nur selten eine missgestaltete Person. Auf umgekehrte Weise scheint sich in diesen wenigen Fallen auch wieder das scholastische Prinzip zu bestatigen. Die hassliche Gestalt wird als moralisch verwerflich inszeniert. Man denke nur an den unverschamten Zwerg im Erec oder an den bedrohlich wirkenden Waldmenschen im Iwein . Mithin verwundert die moderne Auffassung, Gestalten in der mittelalterlichen Literatur seien nicht mehr als Stereotypen, uberhaupt nicht. Eine ideale hoefische Welt grenzt sich von der schlechten Sphare des Baurischen ab. Allerdings vernachlassigt diese Strukturierung all jene Romanfiguren, welche dem Axiom widersprechen. Ganz besonders werden derartige Abweichungen im Parzival ersichtlich. Der Protagonist wird zwar als schoenster Mann seit Adams Lebzeiten beschrieben. Sein Verhalten ist aber an vielen Stellen moralisch fragwurdig. Parzival versundigt sich sogar mehrere Male. Eine andere Figur des Romans besitzt Wildschwein ahnliche Zahne sowie schwarzes, stumpfes Haar. Gleichwohl hat die Gralsbotin Cundrie die septem artes liberales studiert und beherrscht drei Sprachen. Die Aufzahlung liesse sich mit Orgeluse, Malcreatiure und anderen fortsetzen. Diese Ambiguitaten der Figurenbeschreibung in Wolframs Erzahlung sind eigentlich bekannt. Dennoch wurde der Untersuchung des Aussen-Innen-Diskurses in der hoefischen Literatur bisher zu wenig Beachtung geschenkt. Studien beschaftigen sich entweder mit der ausserlichen oder innerlichen Prasentation von Romangestalten. Dabei ist doch gerade die Auseinandersetzung mit Problemfeldern abseits von vermeintlichen Leitbildern spannend. Wie korreliert die Koerperdarstellung mit der charakterlichen Inszenierung? Welchem Faktor wird mehr Bedeutung zugemessen und
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Masterarbeit aus dem Jahr 2015 im Fachbereich Germanistik - AEltere Deutsche Literatur, Mediavistik, Note: 1,3, Technische Universitat Dresden, Sprache: Deutsch, Abstract: Tatsachlich begegnet dem Rezipienten nur selten eine missgestaltete Person. Auf umgekehrte Weise scheint sich in diesen wenigen Fallen auch wieder das scholastische Prinzip zu bestatigen. Die hassliche Gestalt wird als moralisch verwerflich inszeniert. Man denke nur an den unverschamten Zwerg im Erec oder an den bedrohlich wirkenden Waldmenschen im Iwein . Mithin verwundert die moderne Auffassung, Gestalten in der mittelalterlichen Literatur seien nicht mehr als Stereotypen, uberhaupt nicht. Eine ideale hoefische Welt grenzt sich von der schlechten Sphare des Baurischen ab. Allerdings vernachlassigt diese Strukturierung all jene Romanfiguren, welche dem Axiom widersprechen. Ganz besonders werden derartige Abweichungen im Parzival ersichtlich. Der Protagonist wird zwar als schoenster Mann seit Adams Lebzeiten beschrieben. Sein Verhalten ist aber an vielen Stellen moralisch fragwurdig. Parzival versundigt sich sogar mehrere Male. Eine andere Figur des Romans besitzt Wildschwein ahnliche Zahne sowie schwarzes, stumpfes Haar. Gleichwohl hat die Gralsbotin Cundrie die septem artes liberales studiert und beherrscht drei Sprachen. Die Aufzahlung liesse sich mit Orgeluse, Malcreatiure und anderen fortsetzen. Diese Ambiguitaten der Figurenbeschreibung in Wolframs Erzahlung sind eigentlich bekannt. Dennoch wurde der Untersuchung des Aussen-Innen-Diskurses in der hoefischen Literatur bisher zu wenig Beachtung geschenkt. Studien beschaftigen sich entweder mit der ausserlichen oder innerlichen Prasentation von Romangestalten. Dabei ist doch gerade die Auseinandersetzung mit Problemfeldern abseits von vermeintlichen Leitbildern spannend. Wie korreliert die Koerperdarstellung mit der charakterlichen Inszenierung? Welchem Faktor wird mehr Bedeutung zugemessen und