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Studienarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Philosophie - Philosophie des 20. Jahrhunderts / Gegenwart, Note: 2,0, Universitat Potsdam, Sprache: Deutsch, Abstract: Es gibt in der LTI keinen anderen UEbergriff technischer Woerter, der die Tendenz des Mechanisierens und Automatisierens so nackt zutage treten liesse wie dieses ‘gleichschalten.’ […] Der immer wiederholte UEbergriff, das Ausspinnen des Technischen, das Schwelgen in ihm: Weimar kennt nur das Ankurbeln der Wirtschaft, die LTI fugt nicht nur das Auf-volle-Touren-Kommen hinzu, sondern auch ‘die gut eingespielte Lenkung’ - alles dies […] legt Zeugnis ab fur die tatsachliche Missachtung der vorgeblicherweise geschatzten und gehegten Persoenlichkeit, fur den Willen zur Unterdruckung des selbstandig denkenden, des freien Menschen. Dies gehoert zu Victor Klemperers Erfahrungen mit der Sprache des Nationalsozialismus. Er erkennt in ihr die Verdinglichung des Menschen, die dessen blosse Funktion im totalen System in den Vordergrund ruckt. Mit diesem Phanomen setzte sich auch Hannah Arendt auseinander. Im Wissen, dass Worte Aufschluss uber das Wer-einer-ist verschaffen, betrachtete sie neben der Sprache des Nationalsozialismus auch die des Stalinismus. Arendt ging in ihrer Analyse noch weiter als Klemperer und erkannte, dass KZ und Gulag als Idealmodell des totalitaren Systems fungieren. Sie sind der Inbegriff der Entmenschlichung und machen aus der Pluralitat der Menschen den Menschen. Jener soll zu keinerlei freien Handlungen und Spontaneitat fahig sein. Dies setzt Arendt mit der Vernichtung der dem Menschen eigenen Natalitat gleich. Eine Massenbewegung gehoert zu den sechs Wesenszugen durch die Arendt aber auch Carl Joachim Friedrich totalitare Regime charakterisierten. Wie kommt es aber zu solch einer atomisierten Masse und warum ist gerade dieser Faktor fur die totalitaren Systeme so wichtig? Um dies zu beantworten, moechte ich einige Begriffe naher erlautern, die Arendt in ihren Werken verwendet. Dazu gehoe
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Studienarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Philosophie - Philosophie des 20. Jahrhunderts / Gegenwart, Note: 2,0, Universitat Potsdam, Sprache: Deutsch, Abstract: Es gibt in der LTI keinen anderen UEbergriff technischer Woerter, der die Tendenz des Mechanisierens und Automatisierens so nackt zutage treten liesse wie dieses ‘gleichschalten.’ […] Der immer wiederholte UEbergriff, das Ausspinnen des Technischen, das Schwelgen in ihm: Weimar kennt nur das Ankurbeln der Wirtschaft, die LTI fugt nicht nur das Auf-volle-Touren-Kommen hinzu, sondern auch ‘die gut eingespielte Lenkung’ - alles dies […] legt Zeugnis ab fur die tatsachliche Missachtung der vorgeblicherweise geschatzten und gehegten Persoenlichkeit, fur den Willen zur Unterdruckung des selbstandig denkenden, des freien Menschen. Dies gehoert zu Victor Klemperers Erfahrungen mit der Sprache des Nationalsozialismus. Er erkennt in ihr die Verdinglichung des Menschen, die dessen blosse Funktion im totalen System in den Vordergrund ruckt. Mit diesem Phanomen setzte sich auch Hannah Arendt auseinander. Im Wissen, dass Worte Aufschluss uber das Wer-einer-ist verschaffen, betrachtete sie neben der Sprache des Nationalsozialismus auch die des Stalinismus. Arendt ging in ihrer Analyse noch weiter als Klemperer und erkannte, dass KZ und Gulag als Idealmodell des totalitaren Systems fungieren. Sie sind der Inbegriff der Entmenschlichung und machen aus der Pluralitat der Menschen den Menschen. Jener soll zu keinerlei freien Handlungen und Spontaneitat fahig sein. Dies setzt Arendt mit der Vernichtung der dem Menschen eigenen Natalitat gleich. Eine Massenbewegung gehoert zu den sechs Wesenszugen durch die Arendt aber auch Carl Joachim Friedrich totalitare Regime charakterisierten. Wie kommt es aber zu solch einer atomisierten Masse und warum ist gerade dieser Faktor fur die totalitaren Systeme so wichtig? Um dies zu beantworten, moechte ich einige Begriffe naher erlautern, die Arendt in ihren Werken verwendet. Dazu gehoe