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Wissenschaftlicher Aufsatz aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Ethnologie / Volkskunde, Note: 1,3, Freie Universitat Berlin (Institut fur Ethnologie), Veranstaltung: Abschlussprufung, Sprache: Deutsch, Abstract: Der ethnographische Film in Deutschland steckte lange in einem doppelten Rechtfertigungsdilemma Die Forschung bestritt Wissenschaftlichkeit , die Filmwelt sprach ihm nennenswerte filmische Qualitaten ab. Das klassische Konzept des Goettinger Instituts fur Wissenschaftlichen Film (IWF) stellte an den wissenschaftlichen Film dieselben Anforderungen wie an einen wissenschaftlichen Text. Eine eigenstandige wissenschaftliche Qualitat wurde dem filmischen Medium abgesprochen: Er war im besten Fall Beiwerk, das den wissenschaftlichen Text illustrieren und dessen Beweiskraft erhoehen soll. Dabei wurde ubersehen, das die besondere Qualitat filmischer Bilder und filmischen Erzahlens gerade nicht in ihrer empirisch uberprufbaren Objektivitat , sondern in ihrer Fahigkeit liegt, emotional zu beruhren - und damit einen Teil der Wirklichkeit zu reprasentieren, den Wissenschaftler aus ihrer Betrachtung gerne auszuklammern behaupten. Emotionen sind individuell und nicht objektivierbar. Filme entziehen sich einer eindeutigen, verbalisierbaren und verifizierbaren Interpretation. Das vorliegende wissenschaftliche Essay zeichnet die lange Zeit von Verhaltensforschers und Museumsethnologen dominierte Debatte um den wissenschaftlichen Film in Deutschland nach. Es widmet sich den Grenzbereichen zwischen Wissenschaft und Kunst und den Potentialen des Mediums Film fur die wissenschaftliche Lehre, bis hin zur Frage: Wie ethnographisch ist Hollywood? Der eigentliche Film, das wusste schon Hitchcock, entsteht im Kopf.
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Wissenschaftlicher Aufsatz aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Ethnologie / Volkskunde, Note: 1,3, Freie Universitat Berlin (Institut fur Ethnologie), Veranstaltung: Abschlussprufung, Sprache: Deutsch, Abstract: Der ethnographische Film in Deutschland steckte lange in einem doppelten Rechtfertigungsdilemma Die Forschung bestritt Wissenschaftlichkeit , die Filmwelt sprach ihm nennenswerte filmische Qualitaten ab. Das klassische Konzept des Goettinger Instituts fur Wissenschaftlichen Film (IWF) stellte an den wissenschaftlichen Film dieselben Anforderungen wie an einen wissenschaftlichen Text. Eine eigenstandige wissenschaftliche Qualitat wurde dem filmischen Medium abgesprochen: Er war im besten Fall Beiwerk, das den wissenschaftlichen Text illustrieren und dessen Beweiskraft erhoehen soll. Dabei wurde ubersehen, das die besondere Qualitat filmischer Bilder und filmischen Erzahlens gerade nicht in ihrer empirisch uberprufbaren Objektivitat , sondern in ihrer Fahigkeit liegt, emotional zu beruhren - und damit einen Teil der Wirklichkeit zu reprasentieren, den Wissenschaftler aus ihrer Betrachtung gerne auszuklammern behaupten. Emotionen sind individuell und nicht objektivierbar. Filme entziehen sich einer eindeutigen, verbalisierbaren und verifizierbaren Interpretation. Das vorliegende wissenschaftliche Essay zeichnet die lange Zeit von Verhaltensforschers und Museumsethnologen dominierte Debatte um den wissenschaftlichen Film in Deutschland nach. Es widmet sich den Grenzbereichen zwischen Wissenschaft und Kunst und den Potentialen des Mediums Film fur die wissenschaftliche Lehre, bis hin zur Frage: Wie ethnographisch ist Hollywood? Der eigentliche Film, das wusste schon Hitchcock, entsteht im Kopf.