Readings Newsletter
Become a Readings Member to make your shopping experience even easier.
Sign in or sign up for free!
You’re not far away from qualifying for FREE standard shipping within Australia
You’ve qualified for FREE standard shipping within Australia
The cart is loading…
This title is printed to order. This book may have been self-published. If so, we cannot guarantee the quality of the content. In the main most books will have gone through the editing process however some may not. We therefore suggest that you be aware of this before ordering this book. If in doubt check either the author or publisher’s details as we are unable to accept any returns unless they are faulty. Please contact us if you have any questions.
Anlass fur dieses Buch war der funfzigste Jahrestag der Machtubergabe an die Nationalsozialisten in Deutschland: Entsprechend der medienweiten Beschaf- tigung mit dem Nationalsozialismus veranstaltete ich im Sommersemester 1982 ein Seminar, das die Moeglichkeit zur Auseinandersetzung mit den sprachlichen Verhaltnissen im deutschen Faschismus bieten sollte. Die Zielsetzung dabei war doppelt: Einerseits sollte gerade in der Perspektive des Deutschunterrichts eine Zugangsweise zu diesem Problemfeld gefunden werden, die nicht nur ein- schlagige Zitate zum Vorwand fur die ublichen Sprachanalysen nimmt; ande- rerseits galt es, das analytische Rustzeug einer Minimal-Sprachwissenschaft gerade auch solchen Studenten verfugbar zu machen, die zwar an einem sol- chen Thema, nicht aber eigentlich an der Sprachwissenschaft interessiert sind. Das Ergebnis hat mich ermutigt, das vorliegende Manuskript auszuarbeiten, und auch einem allgemeinen Publikum vorzustellen. Die Beschaftigung mit dem Gegenstand ist allerdings nicht an den aktuel- len Kontext gebunden: Wahrscheinlich ist sie bei allen meiner Generation kon- stitutiver Bestandteil der eigenen Biographie. Als Frage Was habt Ihr damals gemacht? bestimmte und blockierte sie die Auseinandersetzung mit der El- terngeneration und formte so die Entwicklung einer eigenen Identitat, seit diese Frage auftauchte. Die Erfahrung der Unmoeglichkeit, auf diese Frage eine befriedigende Antwort zu bekommen oder auch nur ein Gesprach zu fuhren, war fur mich zugleich die Entdeckung des Gegenstandes Sprach- und sicherlich eine wichtige Motivation, aus diesem Gegenstand dann eine Berufsaufgabe zu machen.
$9.00 standard shipping within Australia
FREE standard shipping within Australia for orders over $100.00
Express & International shipping calculated at checkout
This title is printed to order. This book may have been self-published. If so, we cannot guarantee the quality of the content. In the main most books will have gone through the editing process however some may not. We therefore suggest that you be aware of this before ordering this book. If in doubt check either the author or publisher’s details as we are unable to accept any returns unless they are faulty. Please contact us if you have any questions.
Anlass fur dieses Buch war der funfzigste Jahrestag der Machtubergabe an die Nationalsozialisten in Deutschland: Entsprechend der medienweiten Beschaf- tigung mit dem Nationalsozialismus veranstaltete ich im Sommersemester 1982 ein Seminar, das die Moeglichkeit zur Auseinandersetzung mit den sprachlichen Verhaltnissen im deutschen Faschismus bieten sollte. Die Zielsetzung dabei war doppelt: Einerseits sollte gerade in der Perspektive des Deutschunterrichts eine Zugangsweise zu diesem Problemfeld gefunden werden, die nicht nur ein- schlagige Zitate zum Vorwand fur die ublichen Sprachanalysen nimmt; ande- rerseits galt es, das analytische Rustzeug einer Minimal-Sprachwissenschaft gerade auch solchen Studenten verfugbar zu machen, die zwar an einem sol- chen Thema, nicht aber eigentlich an der Sprachwissenschaft interessiert sind. Das Ergebnis hat mich ermutigt, das vorliegende Manuskript auszuarbeiten, und auch einem allgemeinen Publikum vorzustellen. Die Beschaftigung mit dem Gegenstand ist allerdings nicht an den aktuel- len Kontext gebunden: Wahrscheinlich ist sie bei allen meiner Generation kon- stitutiver Bestandteil der eigenen Biographie. Als Frage Was habt Ihr damals gemacht? bestimmte und blockierte sie die Auseinandersetzung mit der El- terngeneration und formte so die Entwicklung einer eigenen Identitat, seit diese Frage auftauchte. Die Erfahrung der Unmoeglichkeit, auf diese Frage eine befriedigende Antwort zu bekommen oder auch nur ein Gesprach zu fuhren, war fur mich zugleich die Entdeckung des Gegenstandes Sprach- und sicherlich eine wichtige Motivation, aus diesem Gegenstand dann eine Berufsaufgabe zu machen.