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Fur Katholiken erweiterte sich der menschliche Handlungsspielraum im 19. Jahrhundert gegenuber dem gottlichen betrachtlich. Zunachst herrschte ein gottliches Gnadendispositiv vor, das entsprechend eines geringen Handlungsdrucks und geringer Partizipationsmoglichkeiten geringe Handlungsmoglichkeiten bot. Steigender sozialer Handlungsdruck und steigende Partizipationsmoglichkeiten fuhrten zu einem damonomanischen Exorzismusdispositiv, das von einer agonalen Zuwendung zur Welt gepragt war. Deshalb zielten die katholischen sozialethischen Entwurfe nicht auf soziale Sicherheit, sondern auf die Transformation einer Art von Unsicherheit in eine andere, und zwar von unberechenbarer Gefahr in berechenbares Risiko. Die religionsgeschichtliche Studie analysiert die zeitgenossischen katholischen Diskurse und zeigt, wie sich noch wahrend der Vorherrschaft des Ultramontanismus ein normalisierendes Regeldispositiv entwickelte, in dem sich der den Naturgesetzen unterworfene Mensch gegenuber transzendenten Machten emanzipierte.
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Fur Katholiken erweiterte sich der menschliche Handlungsspielraum im 19. Jahrhundert gegenuber dem gottlichen betrachtlich. Zunachst herrschte ein gottliches Gnadendispositiv vor, das entsprechend eines geringen Handlungsdrucks und geringer Partizipationsmoglichkeiten geringe Handlungsmoglichkeiten bot. Steigender sozialer Handlungsdruck und steigende Partizipationsmoglichkeiten fuhrten zu einem damonomanischen Exorzismusdispositiv, das von einer agonalen Zuwendung zur Welt gepragt war. Deshalb zielten die katholischen sozialethischen Entwurfe nicht auf soziale Sicherheit, sondern auf die Transformation einer Art von Unsicherheit in eine andere, und zwar von unberechenbarer Gefahr in berechenbares Risiko. Die religionsgeschichtliche Studie analysiert die zeitgenossischen katholischen Diskurse und zeigt, wie sich noch wahrend der Vorherrschaft des Ultramontanismus ein normalisierendes Regeldispositiv entwickelte, in dem sich der den Naturgesetzen unterworfene Mensch gegenuber transzendenten Machten emanzipierte.