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Die Bedeutung des hohen, regierenden Adels fur die Konsolidierung und Ausweitung des Halleschen Pietismus ist von der Forschung umfangreich beschrieben worden. Warum sich jedoch der hohe Reichsadel mit dem Pietismus verband, wurde bisher mit dem vermeintlichen politischen Macht- und Einflussverlust im 18. Jahrhundert, einem darauffolgenden Ruckzug aus der Welt und der Suche nach einem neuen Sinn erklart. Demgegenuber argumentiert Thomas Grunewald am Beispiel des Reichsgrafen Christian Ernst zu Stolberg-Wernigerodes (16911771), dass die Hinwendung des Reichsadels zum Pietismus der Legitimierung der eigenen Herrschaft und der Ausweitung der politischen Handlungsspielraume diente. So nutzte der Wernigeroder Graf geschickt seine familiaren und pietistischen Netzwerke, um in den 1730er Jahren eine groae protestantische Allianz, bestehend aus Danemark, England-Hannover und Preuaen, zu schaffen. Mit einem besonderen Blick auf Netzwerke, symbolische Kommunikation und Bauakte analysiert Grunewald, wie der unbedeutende Reichsgraf adliges Standesbewusstsein und pietistischen Lebenswandel verband und auf der hochsten diplomatischen Ebene agierte.
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Die Bedeutung des hohen, regierenden Adels fur die Konsolidierung und Ausweitung des Halleschen Pietismus ist von der Forschung umfangreich beschrieben worden. Warum sich jedoch der hohe Reichsadel mit dem Pietismus verband, wurde bisher mit dem vermeintlichen politischen Macht- und Einflussverlust im 18. Jahrhundert, einem darauffolgenden Ruckzug aus der Welt und der Suche nach einem neuen Sinn erklart. Demgegenuber argumentiert Thomas Grunewald am Beispiel des Reichsgrafen Christian Ernst zu Stolberg-Wernigerodes (16911771), dass die Hinwendung des Reichsadels zum Pietismus der Legitimierung der eigenen Herrschaft und der Ausweitung der politischen Handlungsspielraume diente. So nutzte der Wernigeroder Graf geschickt seine familiaren und pietistischen Netzwerke, um in den 1730er Jahren eine groae protestantische Allianz, bestehend aus Danemark, England-Hannover und Preuaen, zu schaffen. Mit einem besonderen Blick auf Netzwerke, symbolische Kommunikation und Bauakte analysiert Grunewald, wie der unbedeutende Reichsgraf adliges Standesbewusstsein und pietistischen Lebenswandel verband und auf der hochsten diplomatischen Ebene agierte.