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This title is printed to order. This book may have been self-published. If so, we cannot guarantee the quality of the content. In the main most books will have gone through the editing process however some may not. We therefore suggest that you be aware of this before ordering this book. If in doubt check either the author or publisher’s details as we are unable to accept any returns unless they are faulty. Please contact us if you have any questions.
Wissenschaftliches Schreiben ist nach wie vor zumeist ein Schreiben in Disziplinen. Das gilt insbesondere fur die Geistes- und Sozialwissenschaften: Die Zugehoerigkeit zu einer bestimmten akademischen Disziplin bestimmt in einem hohen Mass nicht nur den Inhalt des Gesagten, sondern auch die Form dessen, was uberhaupt gesagt werden kann.
Was aber, wenn nicht die Disziplin, sondern die Frage zuerst da ist? Wenn geistes- und kulturwissenschaftliche Forschung sich jenseits disziplinarer Ordnung in einem primaren Fragen verortet und damit ein unmarkiertes Feld betritt. Dann kann ein Forschen und Schreiben entstehen, das nicht interdisziplinar ist, sondern sich jenseits der ublichen Disziplinen und Disziplinierungen des Akademischen stellt.
Die ‘Undiszipliniertheit’ der Reihe kann sich sowohl in der Methode als auch in der Schreibweise und im Gegenstand der Untersuchungen offenbaren. Der Begriff der ‘Undiszipliniertheit’ zielt dabei nicht auf ein Jenseits des wissenschaftlichen Diskurses. Er meint vielmehr ein Fragen, das vor der disziplinaren Verortung eines Projekts entspringt und den Gang der Untersuchung mit einem Grundton der Dringlichkeit unterlegt. Eine (auch politische) Positionierung der Texte ist durchaus gewollt, wenn nicht unvermeidbar: Mit der Undiszipliniertheit ist nicht nur an eine Verortung abseits oder an den schon ins Marginale ubergehenden Randern wissenschaftlicher Disziplinen gedacht, sondern auch an eine Verweigerung gegenuber oeffentlichen und politischen Disziplinierungen. Diese Verweigerung muss nicht explizit sein, darf aber in einem direkten oder indirekten Aktualitatsbezug der Texte sichtbar werden.
Herausgeber_innen Iris Darmann, Andreas Gehrlach und Thomas Macho
Wissenschaftlicher Beirat Andreas Bahr, Kathrin Busch, Philipp Felsch, Dorothee Kimmich, Morten Paul, Jan Soeffner
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Wissenschaftliches Schreiben ist nach wie vor zumeist ein Schreiben in Disziplinen. Das gilt insbesondere fur die Geistes- und Sozialwissenschaften: Die Zugehoerigkeit zu einer bestimmten akademischen Disziplin bestimmt in einem hohen Mass nicht nur den Inhalt des Gesagten, sondern auch die Form dessen, was uberhaupt gesagt werden kann.
Was aber, wenn nicht die Disziplin, sondern die Frage zuerst da ist? Wenn geistes- und kulturwissenschaftliche Forschung sich jenseits disziplinarer Ordnung in einem primaren Fragen verortet und damit ein unmarkiertes Feld betritt. Dann kann ein Forschen und Schreiben entstehen, das nicht interdisziplinar ist, sondern sich jenseits der ublichen Disziplinen und Disziplinierungen des Akademischen stellt.
Die ‘Undiszipliniertheit’ der Reihe kann sich sowohl in der Methode als auch in der Schreibweise und im Gegenstand der Untersuchungen offenbaren. Der Begriff der ‘Undiszipliniertheit’ zielt dabei nicht auf ein Jenseits des wissenschaftlichen Diskurses. Er meint vielmehr ein Fragen, das vor der disziplinaren Verortung eines Projekts entspringt und den Gang der Untersuchung mit einem Grundton der Dringlichkeit unterlegt. Eine (auch politische) Positionierung der Texte ist durchaus gewollt, wenn nicht unvermeidbar: Mit der Undiszipliniertheit ist nicht nur an eine Verortung abseits oder an den schon ins Marginale ubergehenden Randern wissenschaftlicher Disziplinen gedacht, sondern auch an eine Verweigerung gegenuber oeffentlichen und politischen Disziplinierungen. Diese Verweigerung muss nicht explizit sein, darf aber in einem direkten oder indirekten Aktualitatsbezug der Texte sichtbar werden.
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Wissenschaftlicher Beirat Andreas Bahr, Kathrin Busch, Philipp Felsch, Dorothee Kimmich, Morten Paul, Jan Soeffner